Kolping und der Bobinger Maibaum

Die Geschichte des Bobinger Maibaums ist eng verbunden mit der Kolpingsfamilie, da es die Mitglieder der Kolpingsfamilie waren und sind, die den Brauch aufrechterhalten.

Geschichte des Bobinger Maibaums

Den ersten Maibaum gab es 1929 in Bobingen. Der Baum wurde damals wie heute im Wald geschlagen und mit dem Pferdefuhrwerk an seinen Standort gebracht. Der Standort änderte sich im Laufe der Zeit. Zuerst stand der Maibaum in Hof der Brauerei Deuringer, dann vor dem Gasthof Krone, auch vor der „alten“ Grundschule, bis er schließlich seinen Standort auf dem Rathausplatz fand. In den Jahren 2000 und 2004 war sein Platz im „Kloiberhof“ neben dem Pfarrheim.

In den ganzen Jahren hat sich an den Arbeiten bis zur traditionellen Feier nicht viel geändert: Es beginnt mit dem Schlagen des Baums im Stadtwald, dann wird der Baum mit dem Pferdefuhrwerk in die Stadt gebracht und dort von seiner Rinde befreit. Das Aufstellen mit Hand in den Anfangsjahren wurde zwischenzeitlich durch den Einsatz eines Autokrans abgelöst. Anschließend folgt das Anbringen der Tafeln und dann kann endlich rund um den Maibaum gefeiert werden.

Den Bobinger Maibaum gibt es derzeit in der Regel alle fünf Jahre. Das liegt daran, dass viele Hände gebraucht werden, um das Fest gelingen zu lassen. Maibäume gab es in Bobingen in folgenden Jahren (Quelle: Facharbeit Angelika Schwalb und Kolping Chronik):

  • 1929 (keine Dokumentation)
  • 1952
  • 1953
  • 1961
  • 1965
  • 1969
  • 1978
  • 1985
  • 1994
  • 2000
  • 2004
  • 2010
  • 2015

Maibaumsymbole

Die Maibaumsymbole sind zum Teil schon sehr alt und müssen vor dem Anbringen immer wieder aufbereitet werden. Früher kletterte man dafür mit Steigeisen auf den Baum – heute bringt man sie mit der Ausfahrleiter der Feuerwehr an.

Die Symbole stellen verschiedene Handwerkerzeichen dar. Dazu kommen die Stadtpfarrkirche, die sieben Schwaben und das Bobinger Wappen. Über den Symbolen thronen die Spitze, zwei Kränze und zwei Fahnen.

Programm rund um den Maibaum

Am 1. Mai gibt es ein tolles Festprogramm: Der Tag startet mit einem Gottesdienst, der in einen zünftigen Frühschoppen bzw.  Mittagessen im Festzelt übergeht. Am Nachmittag führen drei Gruppen traditionelle Tänze rund um den Maibaum auf, die von Kolpingmitgliedern zuvor wochenlang einstudiert wurden. Es startet der „Bandeltanz“, gefolgt vom „Mühlradel“. Der Bobinger „Achter“ wird zum Schluss (früher in alter Bobinger Tracht) aufgeführt. Der ganze Tag wird von der Stadtkapelle umrahmt.